Datum
24.02.2017
Titel
Newsletter Landesgruppe Baden-Württemberg.
Text
Beirat Pflegekammer eingerichtet. Erste Sitzung am 20. Februar 2017.
 
Staatssekretärin Bärbl Mielich, MdL hatte für den 20. Februar 2017 zur ersten Beiratssitzung „Pflegekammer“ ins Sozialministerium nach Stuttgart eingeladen. Geladen waren die Pflegeverbände des Landespflegerates sowie die weiteren an den Sondierungsgesprächen zur Selbstverwaltung Beteiligten wie BWKG, Verdi, VDAB, DGB, Städte- und Landkreistag, BpA und LIGA.

Themen waren die Vorstellung eines Flyers zur Pflegekammer in Baden-Württemberg und des Fragebogens, der Austausch dazu sowie das weitere Vorgehen bezüglich der geplanten Befragung zur Pflegekammer. Diese soll durch ein wissenschaftliches Institut durchgeführt werden, das über eine öffentliche Ausschreibung bestimmt wird. Befragt werden soll eine statistische Größe von etwa 1.200 GKP, GKiKP, Altenpfleger und anteilig Auszubildende in den Pflegeberufen. Noch nicht fest definiert ist, wie befragt wird. Zur Auswahl stehen die folgenden Möglichkeiten:

  • Fragebogen wird ausgefüllt und Interviewer des Institutes nimmt den Fragebogen mit
  • Fragebogen wird überreicht und Befragter sendet zurück
  • Beantwortung der Fragen erfolgt über personalisierten Zugang (evtl. auch zusätzlich möglich)

Wie die Befragten und die Einrichtungen ausgewählt werden, z.B. durch Zufallsverfahren und regionale Streuung, muss noch konkretisiert werden.

Die Befragung wird frühestens im Oktober 2017 erfolgen. Ein Ergebnis der Befragung könnte dann nach etwa 8 Wochen vorliegen. Vor der Befragung soll durch das Sozialministerium informiert werden. Hierzu wird derzeit ein Flyer entworfen. Zusätzlich soll eine eigene Homepage www.pflegekammer-bw-info.de eingerichtet werden.
Die Vorbereitungen durch das Referat im Sozialministerium sind positiv zu bewerten. Ebenso die Möglichkeit zur Diskussion und zum Einbringen von Vorschlägen. Auch die Einigkeit der Pflegeverbände im Landespflegerat, der Zusammenschluss und das Sprechen mit einer Stimme und einem gemeinsamen Ziel sind äußerst positiv und hilfreich.
Wenig konstruktiv waren dagegen die Beiträge der Gegner einer Pflegekammer, wie die Gewerkschaften, der BpA und die BWKG, die sich durch ihre Diskussionsbeiträge immer wieder rückwärts bewegten.
So konnte am 20. Februar 2017 auch kein endgültiger Konsens bezüglich des Fragebogens gefunden werden. Auch der Flyer des Sozialministeriums muss noch final abgestimmt werden. Nach der Sommerpause wird Frau Mielich daher nochmals einladen, um beide Themen zum Abschluss zu bringen.
 
Der LPR wird am 7. März 2017 in der AG Pflegekammer die weiteren Vorbereitungen zur Infokampagne bearbeiten.
 
Ziel ist es, Multiplikatoren-Schulungen für eine breit angelegte Informations-Kampagne mit einer einheitlichen Präsentation zur Pflegekammer in Baden-Württemberg durchzuführen. Zudem ist ein Flyer des LPR zur Pflegekammer in Vorbereitung.
 
Gespräch mit Minister Manne Lucha am 20. Februar 2017.
 
Ebenfalls am 20. Februar 2017 konnten neben der Selbstverwaltung weitere berufspolitische Themen mit dem Minister und der Staatssekretärin in einem einstündigen Termin erörtert werden: PSG III, die Versorgung der Bevölkerung mit Pflegeleistungen, die Demographie in der Pflege, der Einsatz von akademischer Pflege.
Hervorzuheben ist, dass sich Minister Lucha neben Rheinland-Pfalz und Bremen im Bundesrat initiativ für die Generalistik eingesetzt hat und das Verfahren wieder auf die politische Bühne hob. Offen ist dennoch immer noch, wie und wann die Generalistik kommen wird.

Einjähriger Gaststatus für den Nachwuchs Pflegemanagement im Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg.
 
Die 27-jährige Nachwuchsmanagerin Anne Groneberg wird im Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg für ein Jahr als Gast mitwirken. Anne Groneberg hat ihre Ausbildung zur GKP in der Klinik Tettnang abgeschlossen, bevor sie von 2011 bis 2016 die Studiengänge Gesundheitsmanagement B.Sc. und Public Health M.Sc. absolviert hat.
Dabei hat sie mehrere Studien- und Forschungsprojekte durchgeführt, wie eine FamTime-Analyse sowie die Weiterentwicklung des digitalen Familienmanagers FamTime, Age4Health Gesunde Stadtteile für Ältere, FiGuP Finanzierung von Gesundheitsförderung und Prävention, sowie GPS-Quali Hausarztversorgung im ländlichen Raum.
Anne Groneberg ist seit 2016 als Referentin der Pflegedirektion an der Universitäts- und Rehabilitationsklinik Ulm tätig und ist motiviert sich berufspolitisch zu engagieren: „ Als Referentin der Pflegedirektion und gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin liegt mir die Stärkung der Profession Pflege am Herzen. Damit eine sektorenübergreifende und kontinuierliche Versorgung der Patienten gewährleistet werden kann, ist die Pflege unabdingbar. Es ist mir eine Ehre, Teil des Bundesverbands Pflegemanagement zu werden, um den Einfluss der Pflege zu stärken sowie eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgung sicherzustellen. Denn der demographische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel zeigen, dass umfassende Maßnahmen notwendig sind und Pflegemanagement eine zentrale Rolle dabei spielt.“
 
Frühjahrstagung am 28. - 29. April 2017 in Kloster Reute, Mitgliederversammlung und Neuwahlen des Vorstandes.
 
Für die Frühjahrstagung ist folgendes Programm geplant. Details sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie wie immer unter https://baden-württemberg.bundesverband-pflegemanagement.de Im Anschluss an die Frühjahrstagung findet die Mitgliederversammlung statt. Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen!
 
Peter Bechtel: Berufspolitische News
Prof. Dr. Peter König: Telepflege und Telemedizin, Pflege 4.0 – wo steht die Pflege?
Sabine Girts: Markenzeichen Pflege – Rolle und Wirkung.
Ludger Risse: Vernetzung und Zusammenarbeit ärztlicher Seite und des Pflegedienst
TVöD Consult: Neue Entgeltgruppen in der Pflege, insbesondere Im Pflegemanagement.
Josef Hug: Pflegemanager des Jahres 2017, Vernetzung und Pflegebündnis in der Technologieregion Karlsruhe
Dr. Markus Mai: Pflegekammer in Rheinland Pfalz und Vernetzung

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