Datum
17.06.2015
Titel
Demonstration für die Pflege am 24. Juni 2015.
Text
„Das geplante Gesundheitsstrukturgesetz, das am 10. Juni im Bundeskabinett beschlossen wurde, führt zu erheblichen finanziellen Einbußen in unseren Kliniken. Die daraus resultierenden Sparmaßnahmen gehen voraussichtlich zum wiederholten Mal zu Lasten der Profession Pflege. Wir sind jetzt schon zu wenig. Und werden künftig noch weniger sein“, so Peter Bechtel, Vorsitzender des Bundesverbandes Pflegemanagement.
 
In den vergangenen – mehr als zehn Jahren – sind bereits über 50.000 Pflegestellen in unseren Kliniken dem Rotstift zum Opfer gefallen. Über das Pflegestellen-Förderprogramm 2009 kamen unter Ulla Schmidt knapp 15.000 wieder dazu, es blieb ein Defizit von über 35.000! Jetzt wird suggeriert, dass über das erneute Pflegestellen-Förderprogramm mit 660 Mio. Euro über drei Jahre eine Entlastung erfolgt. „Weit gefehlt! Dies bedeutet in der Realität, dass pro Klinik und Jahr ca. drei Pflegestellen zusätzlich zur Verfügung stehen“, erläutert Bechtel weiter, „wir brauchen insgesamt 2,5 Mrd. Euro für die Profession Pflege, um auch nur annähernd den Stellenbedarf zu finanzieren. Diese Mittel brauchen wir dringend, um eine adäquate Patientenversorgung sicher zu stellen.“
 
„Wir müssen lautstark und medienwirksam auf diesen Missstand aufmerksam machen, um Öffentlichkeit herzustellen. Wir lassen uns nicht mehr mit einem Placebo abspeisen. Daher unterstützt der Bundesverband Pflegemanagement die ver.di-Aktion ausdrücklich. Der Bundesverband ruft alle Kolleginnen und Kollegen auf, sich aktiv und lautstark an der Aktion zu beteiligen. „Pflege auf Augenhöhe muss die Devise für die Zukunft sein“, so Bechtel mit einer klaren Botschaft an die Politik.
 
Detaillierte Informationen unter www.der-druck-muss-raus.de
 
 

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